Radteams aus dem Heidekreis zum Rennen auf dem Nürburgring


Geschafft: Gemeinsame Zieldurchfahrt

Wer kennt sie nicht, die legendäre Nordschleife in der Eifel ?

Viele Rennfahrerlegenden drehten dort mit ihren PS-Boliden ihre Runden. Doch anstatt Pferdestärken rasselten am vergangenen Wochenende die Fahrradketten von einigen tausend Rennradverrückten. Es wurde wieder das 24 Stunden Radrennen für Rennrad- und MTB-Fahrer ausgetragen. So galt es als Einzelfahrer oder als Team mit zwei, vier oder acht Fahrern das Rennen taktisch zu gestalten und durchzustehen.Fünfzehn Heidekreisler, welche sich aus den Vereinen des Triathlon Heidekreis und der Rennradgruppe Open Cycling Soltau (OCS) zusammensetzten, fieberten diesem Event bereits seit Monaten entgegen und bereiteten sich intensiv darauf vor.

Die Vorbereitungen für das Highlight des Jahres begann bereits kurz nach dem letztjährigen Rennen mit der erneuten Platzreservierung. Weiterhin darf es dann im Fahrerlager an nichts fehlen. Vom Ersatzteil, Zelt, Verpflegung muss alles organisiert werden, damit am Renntag alles gut durchgestanden werden kann. Denn eins ist sicher, die Grüne Hölle verlangt von Mensch und Maschine einiges ab.

Die 26 Kilometer lange Rennradstrecke führt durch das Fahrerlager über die Nordschleife sowie über einen Teil der Grandprix Strecke und beinhaltet rund 580 Höhenmeter. 

Abverlangt werden neben fahrerischem Können in den rasanten Abfahrten, bei denen Spitzengeschwindigkeiten teils mehr als  100 km/h erreicht werden auch Kraftausdauer auf der Anfahrt zur "Hohen Acht" mit einer 17-prozentigen Steigung. Besonders in der Dunkelheit der Nacht wird diese Runde zu einem abenteuerlichen Ritt. 

Für die Heidekreisler begann das Rennwochenende am Donnerstag- abend mit dem gemeinsamen Verladen. Freitagnachmittag richtet man das Fahrerlager ein, es erfolgen die Teambesprechungen und man bereitet sich für den Rennsamstag vor. Mit einem gemeinsamen Grillabend und dem Besuch der Sportlermesse wird der Abend abgeschlossen. Der Samstag und Sonntag stehen dann ganz im Zeichen des Rennsports.Mit Gänsehautfeeling ging es für die ersten Fahrer auf die Start-Ziel-Gerade der Grandprix-Strecke, wo der ersehnte Startschuß dann am Samstag um 12:42 Uhr fiel um das riesige Teilnehmerfeld auf die Reise schickte.

Als Einzelfahrer gingen Heidi Eggers, Ralf Hetzer und Jochen Gebhardt an den Start.
Weiterhin waren wir mit drei Viererteams mit der folgenden Besetzung vertreten.

Als Team Heidekreis traten Christian Peters, Klaus Ziegler, Mario Brunckhorst und Thomas Begemann an.

Das Team Heidekreis 1 setzte sich zusammen aus den Fahrern Kai Harry Sander, Frank Rohleder, Ralf Klask und Uwe Schulz.

Für das Team Heidekreis 3 fuhren Martin Wiedemann, Andreas Toll, Frank Hesebeck und Marc Hansen.

Während die Einzelfahrer sich ihre Runden- und Pausenzeiten selbst nach ihren körperlichen Fähigkeiten einteilen konnten, bestand in den Teams eine festgelegte Reihenfolge in welcher die Fahrer ihre Runden absolvieren mussten. Hier galt es Aufmerksam zu sein um den Wechsel und die "Staffelübergabe" (Transponder) nicht zu verpassen und dadurch wertvolle Zeit zu verlieren. Natürlich sollte neben dem doch relativ anstrengenden Rennverlauf, bei optimalen Wetterbedingungen, sowohl tagsüber als auch in der Nacht, der Spaß und die Gemeinschaft nicht zu kurz kommen.

Vordergründig war zudem, dass alle sturzfrei und unverletzt das Rennen beenden konnten. So hatte es in diesem Jahr doch den Anschein dass vermehrt die Rettungswagen ausrücken mussten, da es zu mehreren schweren Stürzen gekommen war.Abgewunken wurde das  Rennen am Sonntag ab 12.15. Uhr. Der letzte Fahrer musste dann bis 13.30 Uhr im Ziel sein.

Alle Einzel-und Teamfahrer waren am Ende sichtlich zufrieden mit ihren Ergebnissen. Traditionell fuhr man in einem gemeinsamen Outfit mit den letzten eigenen Fahrern in das Ziel zum Zielfoto ein wo die begehrten Teilnehmermedaillen übergeben wurden.  

Als Einzelfahrer stach Jochen Gebhardt heraus, der sein Rennen mit 22  gezeiteten Runden in 24:16:06 Stunden beendete. Er belegte dami im Gesamtteilnehmerfeld von 605 Einzelfahrern den 14. Platz und wurde 5. seiner Altersklasse.

Heidi Eggers wurde auf Platz 4 ihrer Altersklasse und Rang 284 gesamt gewertet. Für Ihre 11 Runden benötigte sie 23:58.11 Stunden.

Mit 8 Runden (24:25:43 Std) erscheint  Ralf Hetzer als 431. auf der Gesamtliste  und 131. der Altersklasse.

Sehr gut lief es in ihrem diesjährigen Rennen für das Team Heidekreis 1, da sie sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Runde verbessern konnten. So wurden gleichmäßige Rundenzeiten von 00: 49 Std. bis 1:.01 Std. gefahren.  Nach 24:12:03 Stunden reichte es schließlich zu 26 Runden. Unter den insgesamt 658 gestarteten 4´er Teams belegten sie den 117. Platz. In ihrer Altersklasse reichte es zu Rang 9.

Nach 24:25:43 Stunden und 23 Runden beendete das Team Heidekreis auf Platz 355 (42. AK) sein Rennen.

Die Fahrer des Teams Heidekreis 3 brachten es auf 22 Runden in 23:58:31 Stunden. Sie fuhren damit auf Platz 404 der Gesamtliste (131. AK).

Der schnellste Einzelfahrer am Wochenende fuhr 27, die schnellste Frau schaffte 20 Runden. Das Siegerteam unter den 4´er Teams legte 32 Runden zurück.

Für die Heidekreisler steht jetzt schon fest: "Nach dem Rennen ist vor dem Rennen" und so steigt man schon bald wieder in die Planungen für ein noch erfolgreicheres 2019  ein.

Wer am Triathlon- oder Rennradsport interessiert ist, kann sich unter www.tbegemann.de/triathlon-heidekreis informieren. Die Radsportgruppe OCS trifft sich Mittwochs 18.00 Uhr im Hagen Soltau am Heiratsbrunnen zum Training.    


 Startgetümmel am Hatzenbach. Kai Harry Sander ( 2.v.r. in gelben Trikot)                 

Text: Frank Rohleder / Fotos: Ralf Klask

 

 

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