1.Platz für Ingrid Alvermann-Buhr in der W65 mit HAWAII-Qualifikation

Seit 23 Jahren wird der Ironman Switzerland in Zürich ausgetragen. Ingrid Alvermann-Buhr finnishte bereits im Jahr 2000 gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Peter Buhr und 2009 dort.  In diesem Jahr stellten sich 1963 Aktive aus 47 Ländern dieser Herausforderung: 226km an einem Tag. 3,8 km Schwimmen im glasklaren Wasser des Zürichsees, 180 km Radfahren in voralpinen Landschaften und am Schluss die volle Marathondistanz vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten.  Für viele Athleten ging es um die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii. 40 Startplätze – darunter 10 Plätze für die Siegerinnen der Altersklassen – wurden am Montag nach dem Rennen vergeben. Gut 1700 Athleten kamen ins Ziel.

Vorbereitung

Als Testwettkämpfe hatte Ingrid Alvermann-Buhr den Marathon in Hannover und zwei Halbironman-Distanzen im Juni unter Hitzebedingungen bestritten. Im Training absolvierte sie in den Belastungswochen 7 – 9 km Schwimmen, 300 Rad- und 60 Laufkilometer; alle vier Wochen galt es eine Regenerationswoche einzuhalten. Beim 14-tägigien Trainingaufenthalt auf Lanzarote schwamm sie 10 km, lief 100 km und fuhr 1000 km Rad. Somit hatte sie ihre „Hausaufgaben“ gemacht. Die Zielsetzung war in Zürich zu finnishen.

Wettkampf

Bereits beim Frühstück um kurz nach 4.00 begann es zu regnen. Das war kein gutes Omen für die bergige Radstrecke. Das Schwimmen wurde mit einem „Rolling-Start“ gestartet, d.h. alle 5 Sekunden dürfen 8 Aktive mit dem Schwimmen beginnen. Gegen Ende der Schwimmdisziplin wurde der Regen so stark, dass die Markierungsbojen nicht zu sehen waren. Also waren alle Aktiven auf die richtige Orientierung ihrer „Vorderleute“ und auf die Streckenposten in den Booten angewiesen.

Nach 1h28min und einem zügigen Wechsel  lief Ingrid Alvermann-Buhr mit ihrem Rennrad aus der Wechselzone heraus.  Das Radfahren war bei der nassen Strecke eine besondere Herausforderung, bis auf 20 km entlang des Zürichsees war es ein ständiges Auf- und Abfahren, so dass zahlreiche Athleten stürzten. An einigen steilen Abfahrten war das Fahren in der Aeroposition verboten und wurde mit einer Zeitstrafe von 6 min. geahndet (beim zweimaligen Nichtbeachten erfolgte die Disqualifikation).  Am späten Vormittag hatte es aufgehört zu regnen, die Straßen wurden trocken, und es wurde heiß. Ingrid Alvermann-Buhr hatte schon mit einer Radzeit von 7:30 bis 8:00 Stunden gerechnet, aber diese Bedingungen ließen das nicht zu. Es galt gesund und mit genügend Kraft in die Wechselzone zum Laufen zu kommen. Sie wusste im Radziel, dass eine Zeit von unter 15:00 nicht zu schaffen war.  Bei Laufkilometer 12 rief ihr Ehemann: „Dass du nach der schweren  Radstrecke noch laufen kannst!“   Die richtige Einschätzung der Bedingungen, die Unterstützung  durch ihren Mann, die Anfeuerung durch die vielen Zuschauer als auch die Vorfreude auf den Zieleinlauf ermöglichten es ihr die Marathonstrecke gut zu bewältigen. In der Gesamtzeit von 15h22min erreichte Ingrid Alvermann-Buhr  als 1486. und  Siegerin ihrer Altersklasse das  Ziel. Sie schaffte zum dritten Mal nach 2002 und 2011 die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii. Da sie ihren Platz nicht annahm, ging der an Daniela Schwarz aus der Schweiz, die sich riesig freute.

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