Bericht von den IRONMAN EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2011 in Frankfurt

1. Platz für Ingrid Alvermann-Buhr in der W 55 mit HAWAII-Qualifikation

 

Der Ironman Frankfurt feierte am vergangenen Wochenende sein zehnjähriges Jubiläum; zum sechsten Mal wurden im Rahmen des Ironman Frankfurt die Europameister der Profis als auch der Amateure ermittelt. Dieser besondere Wettkampf sollte für Ingrid Alvermann-Buhr der sportliche Abschluss über die Triathlon-Langdistanz mit 14 Finishs u.a. Hawaii 2002 sein. 2508 Athleten – davon lediglich 58 Profis – stellten sich dieser Herausforderung: 226 km an einem Tag – 3,8km Schwimmen, 180 km Radfahren und am Schluss die volle Marathondistanz. 2213 der Starter kamen ins Ziel. Kälte, Dauerregen und Wind forderten, je länger das Rennen dauerte, immer mehr „Opfer“. Einige Sportler mussten völlig entkräftet und unterkühlt das Rennen aufgeben. Auf der nassen Radstrecke hatte es zudem viele Stürze gegeben.

Insgesamt waren bei dem Wettbewerb 55 Nationen aus aller Welt vertreten. Zu den Sportlern mit der weitesten Anreise gehörten Athleten aus Singapur, Japan und Guatemala. 4000 ehrenamtliche Helfer gaben ihr Bestes in den Verpflegungszonen auf den Strecken, in den Wechselzonen als auch im Start- und Zielbereich.

 

Strecken

Der Start des Schwimmens fand pünktlich um 7.00 Uhr im Langener Waldsee statt. Es mussten zwei Runden mit jeweils knapp 2km Länge geschwommen werden, zwischendurch erfolgte ein kurzer Landgang. Die 180 km lange Radstrecke mit ca 1000 Höhenmetern führte zunächst vom Schwimmziel zur Frankfurter Innenstadt und dann zwei Runden durch den Main-Kinzig-Kreis und die Wetterau. Die relativ flache Laufstrecke führte entlang des Mains über vier Runden mit jeweils 10,5km bevor die Aktiven ins Ziel auf den Frankfurter Römerberg abbiegen konnten.

 

Konkurrenz

In der Altersklasse 55 hatten neun Frauen aus Deutschland – darunter Ingrid Alvermann-Buhr vom Triathlon Heidekreis -, den USA, den Niederlanden und Israel gemeldet, die neben dem Europameistertitel auch den Startplatz für die Ironman-Weltmeisterschaften  erringen wollten.

 

 

 

Vorbereitung

Als Testwettkämpfe hatte Ingrid Alvermann-Buhr den Marathon in Hannover und die Halbironman-Distanz in Herrenkoog/Nordfriesland bestritten. Im Training hatte sie u.a. bis zu sieben Stunden im Rennsattel, Schwimmeinheiten von bis zu 4 km und zwei Kombieinheiten von drei Stunden Radfahren plus 30km Laufen absolviert. Die Ausdauer war somit gut aufgebaut.

 

Wettkampf

Nach dem Frühstück um 4.00 Uhr ging es mit dem Shuttle-Bus zum Schwimmstart an den Langener Waldsee. Die Temperaturen und leichter Nieselregen ließen nichts Gutes erwarten.

Beim Schwimmen wurde es nach dem Massenstart sehr eng. Hier galt es Prügeleien zu vermeiden und den optimalen Weg zu schwimmen, was Ingrid Alvermann-Buhr recht gut gelang. Nach 1h19min Schwimmzeit und schnellem Wechsel lief Ingrid Alvermann-Buhr  als erste ihrer Altersklasse mit dem Rennrad aus der Wechselzone heraus. Das Radfahren  wurde im Laufe des Wettkampfs immer schwieriger: Eiskalter Regen und auffrischender Wind ließ die Hoffnungen auf eine gute Radzeit zunehmend schwinden. Es galt nur noch gesund und mit genügend Kraft in die Wechselzone zum Laufen zu kommen. Die richtige Einschätzung der Bedingungen ermöglichte Ingrid Alvermann-Buhr ein planmäßiges Ankommen in der zweiten Wechselzone mit der Hoffnung noch einen guten Marathon laufen zu können. Trotz des Rückstandes von 7:30 Minuten auf Rang 1 ging Ingrid Alvermann-Buhr optimistisch auf die abschließende Marathonstrecke. Gut informiert durch ihren Mann Dr. Peter Buhr wusste sie, dass ihre Konkurrentinnen Schwierigkeiten bekamen und langsamer wurden. So übernahm Ingrid Alvermann-Buhr bereits  in der zweiten Runde  die Führung und durchlief konzentriert und „gut drauf“ die restliche Strecke.  Das  Ziel durchlief sie nach starkem Finish in 13:01:03 std. mit 25 Minuten Vorsprung als Europameisterin der Frauen AK 55 und der Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaften im Oktober auf Hawaii.

 

Fazit

Nicht nur bei den Profis war der Kampf um die begehrten Hawaiiplätze spannend!

 



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Mit vier Einzelstartern (Heidi Eggers, Eva Homotov, Dirk Sauer und Rüdiger Lippert) und drei Staffeln waren die Sportler des Triathlon Heidekreis e.V. bei der 10. Challenge Roth am Start. Geschätzte 180.000 Zuschauer entlang der Strecke und bis zum frühen Abend bestes Wettkampfwetter sorgten für eine fantastische Atmosphäre für die rund 5.000 (!) Aktiven.

Für Heidi Eggers war es der zweite Start auf der Langdistanz über 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen. Um 6.40 Uhr, schon kurz nach den Profis, wurden sie und Eva Homotov, die zum ersten Mal auf der Langdistanz ihr Glück versuchte, mit einem Kanonenschuss im Main-Donau-Kanal auf die Strecke geschickt. Insgesamt starteten an diesem Tag in 14 Startgruppen rund 3.300 Einzelstarter und 614 Staffeln.

Heide Eggers konnte nach 1:23:12 Std. das Wasser verlassen und sich auf ihr Rad schwingen. Nach 7:01:18 Std. auf dem Rad kam sie in Wechselzone zwei an und startete in die abschließende Marathondistanz. Hier lief dann aber im wörtlichen Sinne nichts mehr. Wegen Krämpfen musste sie weite Teile der Strecke gehen und so war sie zwar etwas enttäuscht über ihre Endzeit von 14:51:10 Std., insgesamt konnte sie aber stolz sein, das Rennen beendet zu haben. Insbesondere da es am Ende des Rennens wie aus Kübeln goss und blitzte und alle Triathleten des Heidekreis e.V. die Laufstrecke pitschnass beendeten.

Ein tolles Rennen lieferte Eva Homotov. Bei ihrer schwächsten Disziplin, dem Schwimmen (1:41:38 Std.) konnte sie mit Heidi Eggers erwartungsgemäß nicht mithalten. Aber auf dem Rad (6:45:47 Std.) und insbesondere auf der Laufstrecke lieferte sie hervorragende Ergebnisse. Die abschließende Marathondistanz beendete sie nach 4:29:57 Std. Ihre Gesamtzeit von 12:57:22 Std. sicherte ihr den 13.Platz in der Altersklasse W 50.

Eine ganz besondere Ehrung gab es für Dirk Sauer. Im Jubiläumsjahr der Challenge Roth wurde er für seine 10. Teilnahme geehrt. Damit gehört er zu den wenigen Athleten, die in jedem der 10 Challenge Roth Jahre in der Langdistanz an den Start gegangen sind. Insgesamt war es sogar sein 18. Start in Folge in Roth (bis 2001 gehörte Roth zur Ironman Serie). Auch diesmal kam der erfahrene Sportler gut ins Ziel. Nach 1:18:25 Std. Schwimmen, 6:42:12 Std. Rad und 5:58:34 Std. Laufen erreichte er mit einer Gesamtzeit von 13:59:11 Std. das Ziel. Vermutlich nicht zum letzten Mal.

Zum ersten Mal auf die Langdistanz wagte sich Rüdiger Lippert. Dabei gelang ihm ein klasse Einstand mit einer Gesamtzeit von 12:04:58 Stunden. Den Main-Donau-Kanal konnte er nach 1:22:42 Std. verlassen, für die zwei Radrunden über je 90 km benötigte er 6:17:55 Std. und anschließend gelang ihm noch ein Marathon in 4:24:21 Std.

Ein internes Duell bestritten die drei Staffeln des Triathlon Heidekreis e.V. Schnellster im Wasser war Marco Günzel mit einer Zeit von 1:09:08 Std. Er übergab seinen Transponder an Thomas Begemann, der als Radfahrer für die Staffel Heidegeister 3 die 180 km fuhr. Als nächstes verließ Nicola Selker für Heidegeister 1 den Kanal. Bei ihr stoppte die Uhr nach 3,8 km Schwimmen bei 1:10:06 Std.. Andre Meyer machte sich auf dem Rad auf die Verfolgung von Begemann. Anja Poppe-Neumann (Heidegeister 2) benötigte für die Schwimmdistanz 1:17:55 Std.. Und übergab an Henning Mühlenhaupt, der seinen Vereinskollegen hinterher eilte. Mit einer starken Leistung auf dem Rad konnte er erst Begemann – der auch Meyer an sich vorbeiziehen lassen musste – und dann Meyer überholen. Nach 5:04:08 Stunden schickte Mühlenhaupt als Erster Axel Neumann auf die Marathonstrecke. Andre Meyer hatte auf den letzten Radkilometern muskuläre Probleme, erreichte aber dennoch eine gute Radzeit von 5:36 Std.. Er übergab an Helmut Eggers. Für Heidegeister 3 beendete Begemann die Radstrecke nach 6:16:59 Std. und seine Mannschaftskollegin Janice Page-Frische startete auf die Laufstrecke.

Die drei Marathonläufer der Staffeln begannen bei hochsommerlichen Temperaturen und beendeten die Strecke bei unwetterartigem Regen und bei Gewitter. Helmut Eggers erwischte den besten Tag. Er lief ein konstantes Rennen und zog bei Kilometer 38 an Axel Neumann vorbei. Eggers beendete den Marathon nach 3:48:04 Std., so dass für Heidegeister 1 die Uhr nach insgesamt 10:34:10 Std. stehen blieb. Axel Neumann musste den Marathon wegen Krämpfen in den Beinen immer wieder unterbrechen und blieb daher mit seiner Zeit von 4:12:59 Std. hinter seinem eigenen Ziel zurück. Als Gesamtzeit für Heidegeister 2 wurden 10:38:09 Std. notiert. Auch Heidegeister 3 kamen gut ins Ziel. Nach 4:17:24 Std. beendete Janice Page-Frische den Marathon. Ihre Staffel erreichte eine Gesamtzeit von 11:47:24 Stunden.

Um 22:30 Uhr endete die Challenge Roth 2011 mit einem Feuerwerk. Für Sportler und Fans ging ein anstrengender, ereignisreicher Tag zu Ende. Mal schauen, wer es im nächsten Jahr wieder wagt, in Roth dabei zu sein.

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Begeisterte Teilnehmer und Zuschauer beim 2. Schneverdinger Schülertriathlon

Tolle Leistungen, viel Enthusiasmus und begeisterte Teilnehmer und Zuschauer: so lässt sich in kurzen Worten der 2. Schneverdinger Schülertriathlon zusammenfassen, der am vergangenen Wochenende im Rahmen der bundesweiten von der Triathlonjugend der Deutschen Triathlon Union initiierten Asics-Schultour und mit Unterstützung zahlreicher lokaler und überregionaler Sponsoren bei strahlendem Wetter im wunderschönen Quellenbad der Heide-Stadt über die Bühne ging. Hatte es am Abend zuvor beim Aufbau und die ganze Nacht über noch zum Teil heftig geregnet, präsentierte sich das Wetter am Wettkampftag von seiner besten Seite. Einziger Wermutstropfen waren die kalten Wassertemperaturen, die den Veranstalter kurzfristig dazu zwangen, zum Schutz der jungen Teilnehmer im Alter von 8 bis 13 Jahren die Schwimmdisziplin zu streichen und den Wettbewerb als Duathlon auszutragen.
Der Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer tat dies jedoch keinen Abbruch und so gingen als erstes pünktlich um 10:00 Uhr die Starter einer offenen Startgruppe an den Start, mit der die Organisatoren auch Schülern außerhalb der Schneverdinger Schulen die Gelegenheit geben wollten, sich untereinander zu messen. Anschließend gingen dann jeweils die Klassenmannschaften der vier Schneverdinger Grundschulen sowie in einem eigenen Wettbewerb die Schüler der 5. Klassen der örtlichen Kooperativen Gesamtschule an den Start, jeweils betreut von einem eigenen Scout, der die Gruppe von der Ankunft am Quellenbad, über die Startnummernausgabe und Wettkampfbesprechung, das Ablegen der Räder in der Wechselzone, einem Aufwärmprogramm bis hin zur Verpflegung mit Obst und Getränken im Zielbereich begleitete.
Die jungen Athletinnen und Athleten waren größtenteils im Rahmen von speziellen vorbereitenden Sportstunden, die der Organisator und Triathlon C-Trainer Klaus Ziegler im Vorfeld allen Schulklassen angeboten hatte, auf diesen Tag eingestimmt worden und so zeigte sich, dass trotz des für viele Teilnehmer erstmaligen Kontaktes mit einem solchen Wettkampfformat alle Schüler problemlos mit der Aufgabe zurechtkamen.
Mit der großartigen Hilfe des vielfach aus erfahrenen Triathleten und Läufern bestehenden Helferteams der veranstaltenden Vereine Triathlon Gemeinschaft Heidekreis und TV Jahn Schneverdingen (Lauftreff) und der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Eltern und Lehrer absolvierten die Nachwuchsathleten zunächst eine bis drei Laufrunden auf der innerhalb des Quellenbades trassierten Laufstrecke, um dann anschließend eine bis drei Runden auf einer abgesperrten, teilweise durch den Wald führenden Wendestrecke unter die Reifen zu nehmen, bevor es dann zum Schluss erneut auf die Laufstrecke bis ins Ziel durch den wunderbar leuchtenden roten Zielbogen ging, den der Triathlon Verband Niedersachsen für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.
Bei der anschließenden Siegerehrung durfte dann neben den Siegern in der Einzelwertung der offenen Startgruppe (Schüler A und B) sowie des Wettbewerbs der 5. Klassen der KGS, die jeweils mit Medaillen geehrt wurden, das von ihren engagierten Lehrerinnen begleitete Team der Klasse 4b der Grundschule am Osterwald den Wanderpokal für die teilnehmerstärkste Schulklasse in Empfang nehmen.
Zum Abschluss zeigte sich dann die große Begeisterung der Teilnehmer für diese Sportart, als sich spontan mehrere Schüler eigenständig in Teams zusammenfanden, um lautstark die Ausrichtung eines zusätzlichen Staffelwettbewerbs zu fordern. Dazu gesellten sich dann spontan auch noch einige Zuschauer und Helfer, u.a. auch des örtlichen DRK, und so ging es auf der in Windeseile nochmals abgesicherten Strecke für 7 Teams noch einmal, einfach so zum Spaß, auf die Duathlon-Strecke, womit die Veranstaltung ihren krönenden und heiteren Abschluss fand.

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