Heidekreis Triathleten beim Challenge Triathlon in Roth

 

Die „Challenge Roth“ in Mittelfranken ist aufgrund des großen Starterfeldes weltweit die größte Triathlon Veranstaltung. Auch dieses Jahr waren wieder über 3000 Einzelstarter und 600 Staffeln aus 60 Nationen am Start. Darunter fast traditionell wieder einige Triathleten aus dem Heidekreis. Für die angekündigten Dopingkontrollen wurden hier keine Heidekreis-Sportler ausgewählt. Eine Woche zuvor hatte es bereits Eva Homotov beim Ironman Frankfurt getroffen, sie wurde zur Blutprobe ausgelost.

Challenge Roth Triathlon bedeutet 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und anschließend 42,195 Kilometer laufen. Auch die deutschen Meisterschaften über die Langdistanz wurden dieses Jahr in Roth ausgetragen. Unterstützt wurden die Sportler von mehr als 220.000 Zuschauern an der Strecke und ca. 5000 freiwilligen Helfern.

Bereits um 05:00 Uhr morgens sammelten sich tausende Triathlon begeisterte Fans und Angehörige rund um den Startbereich an der gigantischen Wechselzone. Hier warteten beinah 4000 Zeitfahrräder auf ihren Einsatz. Wolkenloser Himmel und der Sonnenaufgang über dem Main-Donau-Kanal kündigten beste Wetterbedingungen für den „längsten Tag des Jahres“ an. Trotz aller Anspannung vor dem Wettkampf war diese einzigartige Atmosphäre für die Athleten und Unterstützer deutlich spürbar.   

Gestartet wurden je 300 Athleten gleichzeitig, in Abständen von jeweils fünf Minuten. Die Schwimmstrecke im Kanal war als Wendepunktstrecke ausgelegt. So konnten die zahlreichen Zuschauer die Sportler auf den ersten 3,8 Km-Schwimmstrecke am Ufer sehr gut begleiten.

Vom Triathlon Heidekreis starteten Henning Mühlenhaupt und Dirk Sauer über die gesamte Strecke. Mühlenhaupt konnte bereits eine sehr gute frühere Leistung über die lange Distanz vorweisen. Dadurch startete er in einer Gruppe schneller Athleten,  direkt nach dem Feld der Profis und vor allen weiteren Alterskassenathleten. Durch seine gute Schwimmleistung konnte er nach 01:02 Std. dem Kanal entsteigen und sich auf die 180 Km lange Radstrecke begeben. Ihm folgte Dirk Sauer in einer späteren Schwimmgruppe mit einer Schwimmzeit von 01:21 Std. Ebenfalls am Start waren zwei Staffeln aus dem Heidekreis. Auftaktschwimmer der ersten Staffel war Wolfgang Best, er übergab den Zeitmess-Chip nach guten 01:04 Std. an Heidi Eggers. Thomas Begemann in der zweiten Staffel benötigte 01:22 Std. für die 3,8 Km Schwimmen und schickte anschließend Janice Page-Frische auf die zwei Radrunden von je 90 Km. Mit insgesamt 1400 Höhenmetern ist der Radkurs mehr als wellig. Bei windstillem sonnigem Wetter und steigenden Temperaturen um die Mittagszeit wurde die Getränkeaufnahme und Kühlung für die Fahrer immer wichtiger.

Volksfeststimmung war nahezu überall an der Strecke. Stimmungsnest und Höhepunkt der Radstrecke war der Solarer Berg in Hilpoltstein, der ein unvergessliches Erlebnis bot. Auf der steilen und 800 Meter langen Auffahrt bildeten unzählige Zuschauer eine schmale Gasse und erzeugen ohrenbetäubenden Lärm. Nach 05:08 Std. auf dem Rad erreichte Henning Mühlenhaupt die zweite Wechselzone und schlüpfte in die Laufschuhe. Dirk Sauer folgte mit einer Radzeit von 06:33 Std. Staffelfahrerin Heidi Eggers benötigte 05:50 Std., eine Verbesserung von über 20 Min zum letzten Jahr. Sie übergab den Chip an Rüdiger Lippert für den abschließenden Marathon. Janice Page-Frische fuhr in 06:59 Std. sehr konstant. Sie übergab an Joachim Schwarzer. Auf der geschotterten, schnurgeraden, wenig abwechslungsreichen Laufstrecke am Main-Donau-Kanal war mentale Stärke erforderlich. Einzig die zahlreichen Zuschauer peitschen die Sportler bei zunehmender Hitze vorwärts. Obwohl der Wettkampf bereits lange anhielt, gelang es Mühlenhaupt, seine Laufstärke auszuspielen. Trotz der vielen Höhen und Tiefen die jeder Triathlet hier durchlebt, hielt er sich konstant an seinen auferlegten Zeitplan. Mit einer hervorragenden Marathonzeit von 03:16 Std. kam er nach einer gesamten Wettkampfzeit von 09:32 Std. ins Ziel. Das bedeutete Platz 123 der Gesamtwertung und Platz 25 in der Altersklassenwertung (AK 35). Beachtenswert war sein Lauf, er erreichte Platz 73 in der Marathoneinzelwertung. Dirk Sauer benötigte für die 42,195 Km 06:30 Std. und beendete die insgesamt 226 Km nach 14:38 Std. Gleichzeitig war es sein persönliches Jubiläum, denn er konnte zum 20. Mal in Folge die Langstrecke in Roth erfolgreich absolvieren. Staffelläufer Rüdiger Lippert benötigte 03:48 Std. für den Marathon. Das bedeutete eine Gesamtzeit von 10:47 Std. für seine Mannschaft und Platz 273 in der Staffelwertung. Joachim Schwarzer erreichte das Marathonziel nach 04:32 Std. Somit konnte die zweite Staffel Platz 263 in einer Gesamtzeit von 12:57 Std. finishen.

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