Dr. Michael Röhrs bewältigt Langdistanztriathlon

Schwierige Bedingungen beim Ostseeman

 

Als wären 3800 Meter Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen nicht Herausforderung genug, erschwerten in diesem Jahr die äußeren Bedingungen des in Glücksburg ausgetragenen Ostseeman den Athleten das Erreichen ihrer Ziele zusätzlich. Um sechs Uhr morgens schob der kräftige Südwestwind große, dunkle Wolken von der Flensburger Förde in Richtung Strand. Heftige Böen peitschten den Regen nahezu waagerecht über die Ostsee und durch die Wechselzone, wo die Zeitfahrräder in den Halterungen hin und her pendeln. Trotzdem warteten 580 Einzelstarter – darunter Dr. Michael Röhrs vom Triathlon Heidekreis -, 280 Staffelschwimmer und mehrere hundert Zuschauer auf den Startschuss.

 

Dramatische Musik sowie das Anspielen der Nationalhymnen aller teilnehmenden Starter – unter anderem aus den meisten europäischen Ländern und Südafrika – verkürzten die Wartezeit. Um sieben Uhr war es schließlich so weit und 1720 Arme durchpflügten die Ostsee wie ein Fischschwarm. Auf dem Zwei-Runden-Kurs ging es zunächst in Windrichtung zügig voran. Röhrs konnte sich Gedränge und Prügeleien gut entziehen. Nach der ersten Wendeboje musste allerdings gegen die gut ein Meter hohen Wellen geschwommen werden. Für Röhrs ein Abenteuer, denn sein letzter Freiwasserschwimmwettkampf (Ironman Lanzarote) liegt mehr als zwölf Jahre zurück. Er genoss trotz geringem Tempo jeden Armzug. Mit einer Zeit von 1:24:28 Stunden stieg er aus dem Wasser.

 

Nach dem Wechsel aus dem Neoprenanzug auf das Fahrrad ging es auf eine sechs Mal zu durchfahrende Runde à 30 Kilometer durch die Orte Wees, Ringsberg, Rüde und Bockholm bis zum Wendepunkt auf der Halbinsel Holnis. Abgesehen von dem nicht nachlassenden Wind und einigen Steigungen ist die Radstrecke durchaus schnell, weshalb Röhrs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 Kilometer/Stunde bis kurz vor Ende der vierten Runde flott unterwegs war. Nach ungefähr 115 Kilometern zwang ihn allerdings ein Defekt seiner Kette zum Anhalten und Warten auf den Radservice. Nach etwas mehr als 50 Minuten Unterbrechung und vergeblichen Reparaturversuchen musste der Schneverdinger mit stark verbogener Kette weiterfahren. Deshalb sprang diese ständig von einem Zahnrad auf das andere, so dass kein Raddruck mehr möglich war und die verbleibenden Runden mit ca. 25 Kilometer/Stunde Durchschnittgeschwindigkeit absolviert wurden. Die Radzeit von 6:45:43 Stunden inklusive beider Wechsel war dementsprechend.

 

Auf der Laufstrecke lief es für Röhrs wesentlich besser. Trotz eines Durchhängers in der vierten von fünf Runden schaffte er mit 3:45:30 Stunden eine neue persönliche Ironman-Laufbestzeit. Angesichts seines Pechs auf der Radstrecke war der Heidekreisathlet trotz der Gesamtzeit von 11:55:42 Stunden sowie den Plätzen 234 (Gesamtwertung) und 45 (Altersklasse TM 45) sehr zufrieden, auch in seinem zwölften Langdistanztriathlon die Ziellinie erreicht zu haben.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen