Heidekreis-Triathlethen bei der Ironman Premiere in Hamburg

Erstmalig wurde der Triathlon über die lange Distanz in der Hansestadt ausgetragen. Neben den insgesamt 2500 Teilnehmern hatten sich auch zwei Sportler vom „Triathlon Heidekreis“ für diesen Wettkampf angemeldet. Beeindruckend waren die schon zahlreichen Zuschauer am Start, morgens um 06:40 Uhr am Jungfernstieg. Zu Beginn wurden 3,86 Km von der Binnen- in die Außenalster geschwommen. Nach dem Wendepunkt ging es zurück zum Jungfernstieg und nach einem kurzen Landgang folgte eine kleinere Runde durch die Binnenalster. Über eine Treppe an den Alsterarkaden verließen die Schwimmer am Rathausmarkt das Wasser. Frank Haller konnte hier seine Schwimmstärke ausspielen, er benötigte 54 Min für die Schwimmstrecke. Das bedeutete Platzierung 21 für das Schwimmen, im gesamten Starterfeld. Dirk Sauer schwamm kontrolliert und benötigte 1:30 Std. Es folgte der schnelle Wechsel aus der Schwimm- in die Radkleidung. Dann suchten die Athleten ihr Wettkampfrad in der Wechselzone, die sich 700 Meter über den Ballindamm erstreckte. Auf dem Rad ging es zunächst durch die Hafencity. Ein Höhepunkt der komplett für den Autoverkehr gesperrten Radstrecke war die Köhlbrandbrücke. Hier ließ sich die Aussicht über Hamburg genießen, gleichzeitig spürten die Athleten deutlich, woher der Wind wehte. Nach der rasanten Abfahrt ging es weiter nach Buchholz in der Nordheide, dies war der südliche Wendepunkt der Radstrecke. Die Rückfahrt Richtung Hamburg führte die Triathleten wieder zur Binnenalster, hier am Wendepunkt  waren 91 KM absolviert. Die zweite Radrunde lag nun vor den Athleten, denn die Strecke war insgesamt 182 KM lang. Mit ca. 1000 Höhenmetern und dem auffrischenden Westwind war die Radstrecke als durchaus anspruchsvoll zu bezeichnen. Zahlreiche motorisierte Kampfrichter kontrollierten das Windschattenverbot auf der gesamten Radstrecke, um ein faires Rennen sicherzustellen. Haller hatte sich aufgrund der noch nassen Straßen eine Sicherheitsstrategie auferlegt, er benötigte für die 182 Kilometer 5:12 Std. und war mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 KM/Std. zufrieden.  Dirk Sauer fuhr etwas verhaltener, um sich seine Kräfte einzuteilen und benötigte 6:46 Std. für den Radteil. Anschließend wurde das Rad in der Wechselzone abgestellt, die Laufschuhe geschnürt, denn zum Abschluss sollte der Marathon gelaufen werden. Nun kam es besonders darauf an, seinen jeweiligen Laufrhythmus zu finden. Ebenfalls wichtig war, die zahlreichen Verpflegungsstationen zur eigenen Energieversorgung zu nutzen. Gelaufen wurden vier Runden mit je 10,5 KM. Dabei führte jede Runde um die Binnenalster und zum nördlichsten Punkt der Außenalster. Überwältigend waren die Hunderttausenden Zuschauer, die an der gesamten Laufstecke die Athleten anfeuerten und somit zu Höchstleistungen motivierten. Frank Haller konnte die abschließenden 42,2 Kilometer in 3:51 Std. bewältigen und erreichte das Ziel auf dem Hamburger Rathausmarkt nach insgesamt 10:09:53 Stunden. Die bedeutete Platzierung 229 der Gesamtwertung. Dirk Sauer benötigte 6:14 Std. für den Marathon. Er finishte die magischen 226 Gesamtkilometer des IRONMAN nach 14:52:55 Stunden. Trotz der Erschöpfung waren beide Sportler zufrieden und stolz auf ihre Leistungen über die Lange Distanz, unter Triathleten auch als „längster Tag des Jahres“ bezeichnet.

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